Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass jeder Heizkörper im Gebäude genau die Wärmemenge bekommt, die er braucht. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Ergebnis: alle Räume werden gleichmäßig warm und die Anlage arbeitet effizienter als vorher.
🌡️ Gleichmäßige Wärmeverteilung:
Alle Heizkörper bekommen genau die richtige Menge Energie. Keine über- oder unterversorgten Räume mehr.
🛋️ Mehr Wohnkomfort:
In jedem Raum herrscht die gewünschte Temperatur, ohne ständiges Nachregeln an den Thermostaten.
💡 Energieeinsparung von 5 bis 15%:
Durch die optimal eingestellte Anlage sinkt der Energieverbrauch, unabhängig vom installierten Wärmeerzeuger.
🌿 Umweltschonend und kostensparend:
Weniger Brennstoffverbrauch bedeutet niedrigere Heizkosten und weniger CO₂-Ausstoß.
🔇 Leiser Betrieb:
Strömungsgeräusche und Gluckern in den Leitungen werden deutlich reduziert.
✅ Pflicht bei Förderungen:
Für die Förderung eines Heizungstauschs ist ein hydraulischer Abgleich vorgeschrieben und muss nachgewiesen werden.
Der hydraulische Abgleich ist bei jedem Heizungstausch vorgeschrieben. Er wird allerdings oft nicht durchgeführt, entweder um Kosten zu sparen oder weil der Sinn dahinter nicht klar ist.
Wird ein Heizungstausch oder eine Heizungsoptimierung gefördert, ändert sich das: Dann wird die Durchführung überprüft und muss nachgewiesen werden.
Kurze Antwort:
Ja.
Längere Antwort:
Wenn Räume trotz laufender Heizung nicht richtig warm werden, liegt es in den meisten Fällen daran, dass kein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde. Die Anlage liefert zwar Wärme, aber nicht gleichmäßig.
Der hydraulische Abgleich lässt sich auch bei bestehenden Anlagen durchführen und ist eines der einfachsten Mittel, um die Effizienz der gesamten Heizung zu verbessern.
Es gibt zwei verschiedene Arten, wie der hydraulische Abgleich gemacht werden kann:
Verfahren A:
Hier wird die Heizlast des Gebäudes ganz grob, anhand des Baujahres, geschätzt. Anhand dieser Schätzung und der (ungefähren) Größe des Raumes, wird dann das Thermostatventil eingestellt.
Dieses Verfahren ist nicht mehr zulässig!
Verfahren B:
Hierbei wird die Heizlast für jeden einzelnen Raum genau berechnet und für jeden Heizkörper der notwendige Volumenstrom ermittelt. Die Thermostatventile werden entsprechend voreingestellt, die Umwälzpumpe optimal eingestellt und die Vorlauftemperatur so gewählt, dass die Anlage effizient, leise und gleichmäßig arbeitet.
Dieses Verfahren ist heute Stand der Technik und wird bei allen geförderten Heizungsmodernisierungen gefordert.
Die Kosten hängen vom Gebäude ab, Größe, Anzahl der Räume, Anzahl der Heizkörper. Eine pauschale Aussage ist deshalb schwierig.
Bei einem normalen Einfamilienhaus liegen die Kosten für die Datenaufnahme vor Ort, die raumweise Heizlastberechnung und den hydraulischen Abgleich erfahrungsgemäß zwischen 1.400 und 1.600 Euro.
Der hydraulische Abgleich wird sowohl bei Bestandsanlagen als auch beim Einbau einer neuen Heizung gefördert.
Bestandsanlagen
Bei Gebäuden mit bis zu 5 Wohneinheiten wird die Heizungsoptimierung gefördert. Dazu zählt neben dem hydraulischen Abgleich auch die Erneuerung der Umwälzpumpe, der Thermostatventile oder von Heizkörpern sowie weitere Optimierungsmaßnahmen, die in diesem Zuge sinnvoll sind.
Voraussetzung: Die Anlage ist mindestens 2 Jahre alt. Öl- und Gasheizungen dürfen nicht älter als 20 Jahre sein.
Die Förderung läuft über das BAFA-Programm "Heizungsoptimierung" und beträgt 15%. Mit einem Sanierungsfahrplan steigt der Zuschuss auf 20%.
Die Heizlastberechnung und die Berechnung des hydraulischen Abgleichs werden als Fachplanung und Baubegleitung mit 50% gefördert, wenn sie von einer zertifizierten Energieberaterin durchgeführt werden.
Neuanlage
Wird ein förderfähiger Wärmeerzeuger eingebaut, muss der hydraulische Abgleich ohnehin durchgeführt und nachgewiesen werden. Die Kosten dafür werden mit demselben Fördersatz bezuschusst wie die Heizung selbst, also zwischen 30% und 70%.
Zuerst vereinbaren wir einen Termin.
Beim Termin schaue ich mir das gesamte Gebäude an, Außenwand, Dach, Keller, Fenster, Türen, Heizung und nehme jeden Heizkörper auf. Für die Datenaufnahme brauche ich die Grundrisse von jedem beheizten Stockwerk.
Im Büro fertige ich die raumweise Heizlastberechnung an und berechne anschließend den hydraulischen Abgleich. Die Unterlagen übermittle ich Ihnen, mit Hinweisen auf eventuelle Schwachstellen und Optimierungspotenzial.
Der Installateur Ihres Vertrauens wechselt dann die Thermostatventile aus, falls keine voreinstellbaren Ventile vorhanden sind, und stellt die Widerstände anhand der von mir berechneten Werte ein.
Fertig.
Ich berate Sie gerne.